„Um Cloud-native zu arbeiten, braucht es einfach mehr, als eine App in einem Container unterzubringen und auf einer Public-Cloud-Plattform zu deployen.“

Andreas Grabner vom Monitoring-Spezialisten Dynatrace berichtet über einen Use Case bei der amerikanischen Bank Keybank. Sie ist in 15 Staaten vertreten, hat 20.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von fünf Milliarden US-Dollar. Die Bank ist vor gut zwei Jahren auf die Container-Anwendungsplattform OpenShift von Red Hat umgestiegen und betrachtete sich mit einigem Recht als innovativen Cloud-Anwender, der Cloud-native arbeitet. Allerdings waren viele Prozesse wie Delivery-, Aproval- und andere Prozesse noch weitgehend manuell. Das reduzierte den Geschwindigkeitszuwachs wieder ganz erheblich, den man mit dem Umstieg auf OpenShift erzielt hatte. Grabner, der seit 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Softwareentwicklung, -Testing und -Architektur  hat und inzwischen auf hochperformante, skalierbare Applikationen in der Cloud spezialisiert ist, beschreibt, welches Ausmaß dieser Flaschenhals hatte: „Um einen Code-Change in Produktion zu bringen, hat die Bank über 14 Tage gebraucht – obwohl es dank der neuen Technologie nur Sekunden gebraucht hat, ihn zu realisieren.“

Um Cloud-native zu arbeiten, brauche es einfach mehr, als eine App in einem Container unterzubringen und auf einer Public-Cloud-Plattfom zu deployen. Unternehmen, die wirklich Cloud-native arbeiten, müssten laut Grabner in der Lage sein, einen Code-Change innerhalb einer Stunde in die Produktion zu geben und innerhalb von zehn Minuten auf Störungen zu reagieren. Einer Dynatrace-Studie zufolge können das allerdings bisher nur fünf Prozent der Unternehmen, die von sich behaupten, Cloud-native zu arbeiten.

Grabner erzählt von den Maßnahmen in den Bereichen „automate quality“, „automate deployment“ und „automate operations“, die die Keybank mithilfe von Dynatrace eingeführt hat, um die Time to Production erheblich zu reduzieren. Heute ist die Bank in der Lage, die Entwicklungen täglich zumindest in ein Pre-Production-Environment zu bringen. Dort werden die Entwicklungen von einigen Tausend Kunden der Bank genutzt. Wenn dort keine Schwierigkeiten auftauchen, werden die Changes an alle Kunden der Bank ausgerollt. Außerdem erklärte Graber noch einige Highlights von Dynatrace im Bereich automatisiertes Monitoring, automatisierte Quality Gates, Deployment und Operations.

Zu guter Letzt stellt Grabner das Open-Source-Projekt „keptn“ vor: ein Framework, das Unternehmen bei den Themen Continuous Deployment und Automated Operations unterstützen soll.